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Sicherheitsdienst

Unterrichtung nach § 34a GewO:
Fachkraft für Schutz und Sicherheit (3 Jahre):
Servicekraft für Schutz und Sicherheit (2 Jahre):
Meister für Schutz und Sicherheit (IHK)
Brandschutzbeauftragter
Einsatzleiter im Veranstaltungsschutz
Personenschutz
Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)
Der DIHK hat 2022 einen neuen Rahmenplan veröffentlicht.
Ziel: Anpassung an veränderte rechtliche und technische Rahmenbedingungen in der Sicherheitsbranche (z. B. Veranstaltungen, technische Entwicklungen, Notfallmanagement). sicherheitsmelder.boorberg.de
Der Rahmenplan teilt sich in drei Handlungsbereiche:
- Rechts- und aufgabenbezogenes Handeln IHK München+1
- Gefahrenabwehr sowie Einsatz von Schutz- und Sicherheitstechnik Industrie- und Handelskammer+1
- Sicherheits- und serviceorientiertes Verhalten und Handeln Industrie- und Handelskammer+1
📝 Inhalts-Schwerpunkte der Neuerung ab 2022
Aus dem Artikel „Neuer Rahmenplan … ab 2022“ lassen sich folgende relevante Ergänzungen ableiten:
- Im Bereich „Veranstaltungsdienste“ wurden neue Themen aufgenommen: z. B. Arten von Veranstaltungen, Sicherheitskonzept, Auflagenbescheid, Räumung/Evakuierung, Versammlungsrecht, Zusammenarbeit mit Polizei/Feuerwehr/Ordnungsamt.
- Im Bereich Brandschutz/baulicher Brandschutz: Themen wie Brandverhütung, Lagerung brennbarer Stoffe, Brandschutzkontrolle, Flucht- und Rettungswege, elektrische Anlagen.
- Im Bereich Technik: neue Themen wie Drohnenüberwachung, Drohnenabwehr, Sprengstoff- und Drogendetektoren, Schutzräume (Safe‐Rooms), EDV-Sicherheitstechnik.
- Notfall- und Krisenmanagement stärker gewichtet: Stabsarbeit, Behördenkoordination, KRITIS, Aufnahmeeinrichtungen.
Waffensachkunde nach § 7 Waffengesetz (WaffG)

Die Waffensachkunde nach § 7 WaffG ist eine gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzung für Personen, die mit Schusswaffen oder Munition umgehen dürfen oder diesen Umgang beaufsichtigen. Sie dient dem Zweck, die sichere Handhabung, die rechtlichen Grundlagen sowie die Verantwortung im Umgang mit Waffen zu gewährleisten.
Rechtliche Grundlage
Gemäß § 7 des deutschen Waffengesetzes (WaffG) müssen Personen, die eine waffenrechtliche Erlaubnis beantragen oder beruflich mit Waffen umgehen, ihre Sachkunde nachweisen. Dazu zählen unter anderem:
- Sportschützen,
- Jäger (über die Jägerprüfung bereits abgedeckt),
- Bewachungspersonal im Sicherheitsgewerbe,
- Waffensammler und -händler,
- Personen, die Waffen in Ausbildungseinrichtungen oder Vereinen verwenden oder beaufsichtigen.
Ziele der Waffensachkunde
Die Waffensachkunde soll sicherstellen, dass der Teilnehmer:
- die rechtlichen Bestimmungen des Waffenrechts kennt (z. B. Aufbewahrung, Transport, Führen, Erwerb und Besitz),
- die sichere Handhabung von Waffen und Munition beherrscht,
- die ballistischen Grundlagen versteht,
- Unfälle und Missbrauch vermeiden kann,
- und die Verantwortung eines Waffenbesitzers oder -führers erkennt.
Inhalte der Waffensachkundeprüfung
Die Prüfung besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil:
Theorie:
- Waffenrecht (WaffG, AWaffV, StGB, Notwehr/Notstand)
- Arten und Funktionsweise von Schusswaffen und Munition
- Aufbewahrung und Sicherheitsvorschriften
- Verhalten bei Störungen und Unfällen
- Grundsätze der Ballistik
Praxis:
- Sicherer Umgang mit unterschiedlichen Waffenarten
- Überprüfung von Waffen (Ladezustand, Funktionskontrolle)
- Durchführung von Sicherheitsprozeduren
- Zielen und Abzugsverhalten (meist mit Übungswaffen)
Durchführung und Anerkennung
Die Ausbildung und Prüfung dürfen nur durch anerkannt befähigte Personen oder Institutionen durchgeführt werden, die von der zuständigen Behörde zugelassen sind. Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer ein Zeugnis über die Waffensachkunde, das bundesweit anerkannt wird.
Bedeutung in der Sicherheitsbranche
Für Mitarbeiter im Bewachungsgewerbe, insbesondere in Tätigkeiten mit waffentragender Bewachung (z. B. Geld- und Werttransport, Personenschutz, Objektschutz mit Schusswaffe), ist die Waffensachkunde ein zwingender Bestandteil der Sachkunde nach § 34a GewO und der waffenspezifischen Ausbildung. Sie ist Voraussetzung für die Beantragung einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenscheins.
